
Wie lange haben wir darauf gewartet?! Ein- und Ausklappen der Zeilen- oder Spaltenelementen bei verschachtelten Kreuztabellen. Dimensional ging das ja schon immer, aber jetzt halt auch relational.
Und Eingabeaufforderungen in Dashboards natürlich: Auswahl-Router

In unserem Update-Kurs für Cognos Analytics 12.1.3 stellen wir die ganzen neuen Features der neuen Version vor. Den Kurs gibt es als Deplyoment direkt auf das eigene Cognos System – damit auch wirklich alle Anwender informiert sind.

Übrigens: In der 12.1.3 gibt es nicht nur neue Features sondern es wurden auch viele Fehler behoben
Neben den neuen Funktionen bringt IBM Cognos Analytics 12.1.3 auch eine umfangreiche Fix List mit. Diese ist für Administratoren, BI-Teams und Betreiber mindestens genauso interessant wie die funktionalen Neuerungen, denn viele Korrekturen betreffen typische produktive Einsatzszenarien: Reporting, Dashboards, Data Modules, Framework Manager, DQM/XQE, Scheduling, Bursting, Exportformate und verschiedene Datenquellenanbindungen.
Reporting und Reportausführung
Im Bereich Reporting wurden mehrere Fehler behoben, die sich direkt auf bestehende Berichte auswirken können. Dazu gehören unter anderem Report Validation Failures nach Upgrades, Probleme mit Drill-through, Fehler beim erneuten Ausführen von Jobs mit Berichten anderer Eigentümer sowie Probleme mit Report Views, wenn Benutzer keine Leseberechtigung auf das zugrunde liegende Package hatten.
Auch Fehler bei Berichten mit Null-Werten wurden korrigiert, zum Beispiel Szenarien, in denen ein Bericht nach einem Upgrade mit RSV-SRV-0040 oder internen CCL-Fehlern abgebrochen ist. Ebenfalls relevant sind Korrekturen bei Berichten, deren Verhalten sich nach einem Wechsel des Report Server Mode von 32 Bit auf 64 Bit in den Ausgabeformaten CSV, Excel, Excel Data oder PDF unterscheiden konnte.
Für bestehende Cognos-Umgebungen ist dieser Bereich besonders wichtig, weil viele Berichte über Jahre gewachsen sind und nach einem Upgrade zuverlässig weiterlaufen müssen.
PDF, Excel, CSV und E-Mail-Ausgabe
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Ausgabeformaten. Die Fix List enthält mehrere Korrekturen für PDF, Excel, Excel Data und CSV. Dazu gehören Fehler bei Dateinamen, Sonderzeichen in Berichtsnamen, Formatierungsunterschiede zwischen HTML- und PDF-Ausgabe sowie Probleme bei CSV-Exporten mit projektiven Filtern.
Interessant ist auch ein Fix im Zusammenhang mit JRE 17 / Jakarta Mail. Hier konnte eine fehlerhafte MIME-Struktur dazu führen, dass XLSX-Dateianhänge von einem Exchange Edge Transport Agent blockiert wurden. Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass Cognos-Fixes nicht nur die Berichtserstellung selbst betreffen, sondern auch nachgelagerte Prozesse wie automatisierte E-Mail-Verteilung und Bursting.
Dashboards und Interaktion
Auch im Bereich Dashboards wurden zahlreiche Fehler korrigiert. Betroffen waren unter anderem globale Filter, Dropdown-Filtervisualisierungen, Drill-down und Drill-up für Dashboard Consumer, lokaler Cache, Column Suppression und Filteraktionen innerhalb von Visualisierungen.
Besonders relevant sind die Korrekturen rund um Multi-Cube Data Modules, Planning Analytics Cubes und Dynamic Cubes. Behoben wurden unter anderem Probleme, bei denen Dashboards nicht korrekt nach gemeinsamen Dimensionen filtern konnten oder Mitglieder aus mehreren Planning-Analytics-Cubes nicht sauber aufgelistet wurden.
Für Umgebungen, die Dashboards intensiv auf dimensionalen Quellen, Planning Analytics oder komplexeren Datenmodulen nutzen, ist Cognos Analytics 12.1.3 daher auch ein wichtiges Stabilitätsrelease.
Data Modules und Modeling
Im Bereich Data Modules und Modeling adressiert 12.1.3 mehrere technische Fehler. Dazu gehören Korrekturen bei Relative Time Lookup References, SQL Tables, dem Relink von Packages, Data Module Cache Settings, Joins, Filterausdrücken und Screen Tips.
Ein interessantes Detail ist der Umgang mit reservierten Begriffen wie LEAD oder LAG als Spaltennamen. Solche Namen konnten in Datenmodulen zu Syntax- oder Validierungsfehlern führen. Auch Fehler bei Filterausdrücken, bei denen Datenobjekte aus verbundenen Tabellen verwendet wurden, wurden behoben.
Diese Korrekturen sind praxisrelevant, weil Data Modules in vielen Cognos-Umgebungen zunehmend als zentrale Self-Service- und Modellierungsschicht eingesetzt werden.
Framework Manager, Stored Procedures und DQM
In der Fix List finden sich auch mehrere Einträge rund um Framework Manager, Stored Procedures und DQM/XQE. Dazu gehören Fehler bei prompted Stored Procedures, bei Stored Procedure Query Subjects im DQM Framework Manager Model sowie bei der Validierung solcher Query Subjects.
Wichtig ist dabei die Einordnung: Diese Fixes zeigen, dass IBM bestehende Stored-Procedure-Szenarien stabilisiert hat. Sie bedeuten aber nicht automatisch, dass Stored Procedures nun als neue native Quelle in Data Modules eingeführt wurden. Für produktive Modelle bleibt daher weiterhin relevant, ob Stored Procedures über Framework Manager, SQL Query Subjects, Views, Table Functions oder andere datenbankseitige Abstraktionen eingebunden werden.
Auch im Bereich XQE/DQM wurden mehrere Fehler korrigiert, darunter Fehler wie XQE-GEN-0002, XQE-GEN-0010, XQE-V5-0005, XQE-V5-0017 und XQE-DAT-0001. Betroffen waren unter anderem Szenarien mit Databricks, PostgreSQL, Cloudera Impala, OLAP-Datenquellen, Planning Analytics, Dynamic Cubes, berechneten Kennzahlen und speziellen Datentypen wie timestamp with timezone.
Scheduling, Jobs und Bursting
Auch für geplante Ausführungen bringt 12.1.3 wichtige Korrekturen. Behoben wurden unter anderem Probleme mit intraday schedules im Zusammenhang mit Sommer- und Winterzeit, nicht berücksichtigte Schedule Priorities bei Triggern sowie Fehler beim erneuten Ausführen von Jobs, wenn diese Berichte anderer Eigentümer enthielten.
Ein weiterer relevanter Punkt betrifft Burst Reports. In bestimmten Konstellationen konnten Burst-Berichte mit aktivierter paralleler Ausführung hängen bleiben, wenn gleichzeitig bestimmte Parameter für die parallele Query-Ausführung gesetzt waren.
Für größere Cognos-Installationen mit vielen geplanten Berichten, Nachtläufen und automatisierten Verteilprozessen sind solche Fixes besonders wichtig, weil Fehler in diesem Bereich schnell operative Auswirkungen haben können.
Plattform, Datenquellen und Betrieb
Auf technischer Plattformebene enthält die Fix List Korrekturen für Windows Server 2022, Linux, JRE 17, Jakarta Mail, große Connection Strings, Cognos Mashup Service in verteilten Umgebungen sowie mögliche Memory Leaks / OutOfMemory-Fehler durch unbehandelte HTTP-500-Ausnahmen.
Auch verschiedene Datenquellenanbindungen wurden adressiert. Genannt werden unter anderem PostgreSQL JDBC, Databricks, Cloudera Impala, Cloud-On-Demand-Verbindungen mit Satellite Connector sowie OLAP- und Planning-Analytics-Szenarien.
Diese Punkte zeigen, dass 12.1.3 nicht nur sichtbare Oberflächenprobleme behebt, sondern auch technische Fehler aus realen Kundenumgebungen adressiert.